{"id":166340,"date":"2023-01-18T10:27:24","date_gmt":"2023-01-18T09:27:24","guid":{"rendered":"https:\/\/amalfrankfurt.de\/2023\/01\/18\/eine-zukunft-ohne-traeume-ist-keine-zukunft\/"},"modified":"2023-01-18T10:29:36","modified_gmt":"2023-01-18T09:29:36","slug":"eine-zukunft-ohne-traeume-ist-keine-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amalfrankfurt.de\/de\/2023\/01\/18\/eine-zukunft-ohne-traeume-ist-keine-zukunft\/","title":{"rendered":"Aus dem Amal-Archiv: Eine Zukunft ohne Tr\u00e4ume ist keine Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dieser Artikel ist im September 2021 auf der Seite von Amal, Berlin! erschienen: <\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Ihnen gerne Aryana vorstellen. Aryana ist die mutigste Frau, der ich je begegnet bin. Ich bin stolz auf sie. Ich kenne Sie erst seit den Tagen danach. Den Tagen, nachdem Kabul gefallen ist. Das ist noch nicht sehr lange. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang an ihr gezweifelt habe, ihr nicht so ganz geglaubt habe. Ist sie nicht nur eine von vielen Afghaninnen in Not, die dringend aus ihrem Land fliehen will? Ich habe meine Meinung ge\u00e4ndert. Dies ist die Geschichte unserer Bekanntschaft. Es ist die Geschichte Afghanistans und die Geschichte einer tiefen, klaffenden Wunde: Meiner, unserer Hilflosigkeit. Dass wir angesichts der Katastrophe nicht helfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Welle hatte sich angek\u00fcndigt. Schon seit Wochen hatten wir Nachrichten, Hilferufe von Menschen aus Afghanistan bekommen. Da war eine Frau, die als \u00dcbersetzerin f\u00fcr die Bundeswehr gearbeitet hatte. Da war eine ganze Kantinenbelegschaft aus einer der US-Milit\u00e4r-Kasernen. Da war ein hochrangiger Offizier der afghanischen Armee. Sie alle wandten sich an uns mit der dringenden Bitte um Hilfe. Warum an uns? Wir sind Amal! eine Nachrichtenplattform, die hier in Berlin und Hamburg auf Arabisch und eben auf Farsi und auf Dari, einer der Sprachen Afghanistans berichtet. Wer auf Dari die Begriffe \u201eAfghanistan\u201c und \u201eDeutschland\u201c googelt, findet uns und so schrieben die Menschen uns. Und wir? Wir antworteten, aber die Nachrichten setzten uns zu. Denn, was antwortet man auf solche Hilferufe? Warme Worte. \u201eLeider k\u00f6nnen Ihnen nicht helfen. Wenden Sie sich ans Ausw\u00e4rtige Amt\u201c.\u00a0 Und wenn dort nur die Warteschleife antwortet? Da f\u00e4llt uns dann auch nichts mehr ein.<\/p>\n<p>Dann kam die Nacht. Die entscheidende Nacht. Ich hatte tief und fest geschlafen. Als ich am Morgen mein Handy anschaltete, gab es nur noch eine Nachricht auf allen Kan\u00e4len: Kabul ist gefallen. Es gab keine anderen Nachrichten mehr, nichts, was von Bedeutung gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Ich komme nicht aus Afghanistan und bin noch nie dorthin gereist. Ich komme aus dem Iran. Das ist eine andere Geschichte. Doch durch meine Arbeit f\u00fcr die Farsi-Dari Redaktion von Amal, Berlin! und Amal, Hamburg! bin ich direkt verbunden mit der afghanischen Exil-Gemeinde hier in Deutschland. Ich kenne sehr viele Afghanen und Afghaninnen. Hier und dort. Es sind unsere Leserinnen und Leser. Ich sa\u00df an diesem Morgen lange auf der Bettkannte, unf\u00e4hig aufzustehen und lie\u00df die Gesichter meiner afghanischen Bekannten hier in Berlin Revue passieren. Sie alle haben in der letzten Zeit \u00fcber die Sorgen und \u00c4ngste ihrer Angeh\u00f6rigen erz\u00e4hlt, die den Vormarsch der Taliban beobachteten.<\/p>\n<p>Es half nichts, ich klappte meinen Computer auf. In diesen Zeiten von Homeoffice, Bettkanntenoffice ist es schwer, sich abzugrenzen. Ich begann meine Nachrichtenschicht. Als ich unsere Facebookseite \u00f6ffnete, um die ersten Tickermeldungen zu posten, brach die Welle \u00fcber mich herein. Sie hatte sich \u2013 wie gesagt schon angek\u00fcndigt. Hunderte von Hilferufe von Menschen, die Kabul verlassen wollten.<\/p>\n<p>Ich begann zu arbeiten, Kurzmeldungen zu schreiben und zu ver\u00f6ffentlichen. Auf unserer Webseite und auf Social Media. Nebenbei beantwortete ich einige der Hilferufe. \u201eEs tut uns leid. Hier die Nummer des Ausw\u00e4rtigen Amtes. Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen\u201c. Warme Worte. Ich f\u00fchlte mich schlecht. Je mehr meine Kollegen und ich schrieben, desto mehr Nachrichten erhielten wir. Hilfe. Hilfe. Hilfe. So vergingen einige Tage zwischen Arbeit und Hilferufen und Bettkannte. Inzwischen begannen die Schlagw\u00f6rter \u201eFlucht\u201c und \u201e2015 darf sich nicht wiederholen\u201c den Nachrichtenstream der Social Media Kan\u00e4le zu dominieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ihre Stimme<\/strong><\/p>\n<p>Um mich abzulenken, tickte ich auf mein privates Instagram. Doch es gab kein Entkommen. So fand ich dort die Sprachnachricht: \u201eMein Name ist Aryana, ich bin die letzte Moderatorin, die noch auf Sendung geht in ganz Afghanistan. Ich suche dringend einen Weg, das Land zu verlassen\u201c, sagte eine Stimme. Sie klang fest, vertrauensw\u00fcrdig. Aber war ihre Geschichte nicht unlogisch, unglaubw\u00fcrdig. Wie kann es sein, dass sie noch senden darf? Ich war nicht sicher, ob ich ihr glauben sollte. Warum war sie noch da?\u00a0 Ich wollte mehr wissen und Google brachte mich zu vielen Eintr\u00e4gen: Interviews, die sie gemacht hatte. Videos, in denen sie zu sehen war. Ich fand auch ihre Sendungen, die sie moderierte. Eine junge Frau mit Schleier. Sachlich und mit viel Charme f\u00fchrt sie durch Sendungen zu gesellschaftlichen und historischen Themen. Offensichtlich war an der Geschichte etwas dran. Wir verabreden uns f\u00fcr den Abend zu einem Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das erste Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>Wir begannen zu chatten und sie berichtete, dass sie verschiedene Botschaften angeschrieben habe, aber ihre Hilfegesuche nicht beantwortet wurden. \u201eIch f\u00fcrchte, dass meine Emails in der gro\u00dfen Flut von Mails an diese Leute einfach untergegangen sind\u201c, sagte sie. Nun wolle sie einfach mal mit jemanden reden, ihre Geschichte erz\u00e4hlen aus dem Herz der Gefahrenzone. Eine Frau erhebt ihre Stimme hinter verriegelten T\u00fcren in Kabul.\u00a0 Desto l\u00e4nger ich ihr zuh\u00f6rte desto mehr breitete sich ein Gef\u00fchl in mir aus: Ich war stolz auf sie und ihren Mut. Ich wusste, dass die meisten Frauen sich zu Hause versteckten aus Angst, dass sie mit einen der Taliban-Anh\u00e4nger zwangsverheiratet werden w\u00fcrde. Alle sprechen dar\u00fcber. Nun hatte ich die Stimme einer Frau im Ohr, die zwar vor Angst und Aufregung ein wenig schrill klang, sich aber nicht zum Schweigen bringen lassen wollte. \u201eIch bin die einzige Frau, die noch vor der Kamera auf Sendung geht\u201c, erz\u00e4hlte sie mir: \u201eIch rechne nicht damit, dass es hier sehr lange weitergehen wird. Vielleicht kann ich noch einen Monat hier arbeiten bis es den Taliban gelungen ist, die internationalen Geberl\u00e4nder zu bearbeiten. Sie haben zwei Seiten. Gerade bem\u00fchen sie sich um ein freundliches Gesicht\u201c. Viele Journalistenkolleginnen h\u00e4tte die Arbeit und auch das Land schon verlassen. \u201eEs ist eine sehr unsichere Zukunft, auf die wir hier zusteuern!\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p>Aber, warum bleibt sie dann? Alle rennen davon, fliehen, verstecken sich. Warum muss ausgerechnet sie die Stellung halten? Nachdem ich die Frage formuliert habe, tritt eine kurze Pause ein. Stille. Ich dachte schon, dass unser Gespr\u00e4ch abgerissen ist. \u201eIch bin 22 Jahre alt\u201c, h\u00f6re ich dann doch wieder ihre Stimme: \u201eIch habe viele Jahre in der Schule und an der Universit\u00e4t verbracht und ich habe unendlich viel gek\u00e4mpft: Mit meiner Familie, mit der Gesellschaft und mit unseren Traditionen. Als nun die Taliban angriffen, hatte ich das Gef\u00fchl, dass alles umsonst war. Ich kann das nicht zulassen.\u201c Wieder trat eine Pause ein. \u201eAu\u00dferdem bin ich f\u00fcr das Familieneinkommen verantwortlich\u201c, f\u00fcgt sie dann hinzu: \u201eMein Vater kann nicht mehr arbeiten und ich muss meine Eltern und Geschwister versorgen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kompromisse<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Taliban sind sehr empfindlich, was \u00f6ffentliche Kritik angeht. Jedes Wort, das wir auf Sendung sagen, ist sorgf\u00e4ltig ausgesucht und kontrolliert. Wir haben sehr enge rote Linien, an die wir uns halten m\u00fcssen\u201c, sagt sie. \u201eIch will nicht mein Leben und das meiner Familie riskieren\u201c. Ihre Stimme klingt nun nicht mehr so mutig, eher ein wenig resigniert.<\/p>\n<p>Eine knappe Woche ist es jetzt her, dass die Taliban Kabul erobert haben und offensichtlich gibt es nicht nur zwei m\u00f6gliche Reaktionen darauf, die Flucht oder die Unterwerfung. Es gibt \u2013 so zeigt es sich in diesem Gespr\u00e4ch \u2013 auch noch eine dritte Option: Das Arrangieren. \u201eIch habe bis vor kurzen die Taliban noch \u00f6ffentlich kritisiert\u201c, beschreibt Aryana: \u201eNun muss ich auf jedes Wort achten und so ist es auch mit der Kleidung: Bis vor kurzen, konnten wir farbenfrohe Kleidung tragen, nun muss alles schwarz sein. Unsere m\u00e4nnlichen Moderatoren d\u00fcrfen vor der Kamera noch Anzug tragen, m\u00fcssen sich aber sofort nach der Sendung umziehen. F\u00fcr M\u00e4nner gilt die Pflicht, traditionelle Kleidung zu tragen\u201c.<\/p>\n<p>Auch der neue Arbeitsalltag ist kompliziert. Au\u00dfer Aryana arbeiten noch drei andere Frauen im Sender. Dass das \u00fcberhaupt geht, verdanken sie Aryanas Mutter. Sie f\u00e4hrt zusammen mit dem Auto oder organisiert ein sicheres Taxi. \u201eWenn meine Kolleginnen nicht kommen, l\u00e4sst meine Mutter mich auch nicht. Sie ist sehr in Sorge. Seit die neue Zeit begonnen hat, ruft sie mich alle paar Minuten bei der Arbeit an, um zu h\u00f6ren, dass alles in Ordnung ist\u201c. Aryana seufzt.<\/p>\n<p>Am Ende dieses ersten Gespr\u00e4chs sie einen Satz, der mir anschlie\u00dfend noch lange nachh\u00e4ngt: \u201eVielleicht kann ich trotz all dieser Kompromisse und Beschr\u00e4nkungen allein durch meine Pr\u00e4senz auf dem Bildschirm M\u00e4dchen und Frauen ermuntern, zumindest ein bisschen\u201c. Dann h\u00e4ngen wir auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das zweite Gespr\u00e4ch<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDie Bilder der protestierenden afghanischen Frauen gehen um die Welt. Ich denke an Aryana und wir verabreden uns wieder zu einem Gespr\u00e4ch. Ich beginne mit einer eher harmlosen Frage nach der Stimmung und ihrer Gesundheit. F\u00fchlt sie sich sicher? Harmlos? Von wegen! \u201eDie Atmosph\u00e4re wird immer m\u00e4nnlicher\u201c, beschreibt Aryana. Ihre Stimme klingt jetzt viel schw\u00e4cher und irgendwie betont harmlos. Was ist da los? \u201eEs gibt nur noch M\u00e4nner auf der Stra\u00dfe\u201c. Sie seufzt, \u00fcberlegt offensichtlich kurz, ob sie mir trauen kann, dann spricht sie mit ihrer gewohnten, mutigen Stimme weiter: \u201eIn den ersten Tagen der Demonstrationen bin ich mit meiner Mutter hingegangen und habe ein paar Videos auf Instagram gepostet, um andere M\u00e4dchen zu ermutigen, auch herauszugehen\u201c. Es tritt Stille ein. Ist sie noch da? \u201eIch habe das dann nicht mehr gemacht. Es ist verantwortungslos in unserer Situation. Ich will sie nicht in Lebensgefahr bringen\u201c. Die Taliban h\u00e4tten sehr klar gemacht, dass sie Instagram-Videos dieser Art und Demos von Frauen insgesamt nicht guthei\u00dfen.<\/p>\n<p>Ich wechsle das Thema, komme zur Sache. In Deutschland wird seit dem Sturz der Taliban viel dar\u00fcber diskutiert, dass der ganze Bundeswehreinsatz, der gesamte US-gef\u00fchrte Krieg in Afghanistan sinnlos war. Ich frage Aryana, ob sie das auch so sieht: \u201eBevor jetzt die Taliban kamen, waren wir in einer ganz dezidierten Richtung unterwegs\u201c. Ihre Stimme klingt jetzt emp\u00f6rt. \u201cIch hatte viel Kritik an unserer letzten Regierung, aber es gab immerhin eine Richtung. Ich habe immer an den Fortschritt geglaubt. Ich habe immer davon getr\u00e4umt, ins Parlament gew\u00e4hlt zu werden oder vielleicht sogar eines Tages Pr\u00e4sidentin zu werden. Warum nicht? Nun sind die Taliban da und haben die Hoffnung ausgeknipst. Jetzt will ich nur noch meinen Job behalten. Nichts weiter!\u201c<\/p>\n<p>Was sagt man auf so einen Satz. Es ist eines von den Interviews, wo es schwierig ist, die Rolle der distanzierten Journalistin zu waren. Auch, wenn ich mich sehr bem\u00fche, es ber\u00fchrt mich. Ich frage sie, ob sie eine Botschaft f\u00fcr die Menschen in Deutschland hat. Was m\u00f6chte sie ihnen sagen?<\/p>\n<p>Es bleibt still, dann h\u00f6re ich ihre Stimme. \u201eBei der Arbeit wei\u00df ich nun nicht mehr, wem ich trauen kann. Meine Ideen haben nichts mit denen der Taliban zu tun und ich stecke in einer schwierigen Lage. Ich mache weiter, weil ich die Arbeit und das Einkommen brauche. Doch es macht mir Bauchschmerzen, denn ich mache zu viele Kompromisse. Wenn ich einen anderen Job finden k\u00f6nnte, w\u00fcrde ich auf der Stelle wechseln. Im Moment habe ich keine andere Wahl!\u201c. Nach einer kurzen Pause f\u00fcgt sie hinzu: \u201eIch muss wirklich dringend hier weg! Wirst Du mir nun helfen oder nicht?\u201c.\u00a0 Ihre Stimme zittert nun und sie h\u00f6rt sich nicht mehr so mutig und trotzig an, wie die Frau, die ich vor ein paar Tagen kennengelernt habe. Kein Wunder. Es ist inzwischen viel passiert. Die Bundeswehr hat die gr\u00f6\u00dfte Evakuierungsaktion ihrer Geschichte begonnen und beendet. Die NATO hat die gr\u00f6\u00dfte Niederlage \u00fcberhaupt kassiert und noch nicht verarbeitet. Die Taliban haben eine \u00dcbergangsregierung vorgestellt, die an eine US-Most-Wanted-Liste erinnert. Der Westen verhandelt mit ihnen, doch im Moment gibt es keinen Weg aus Kabul heraus.<\/p>\n<p>Wir verabschieden uns. und da sitze ich nun an meinem Schreibtisch im sicheren Berlin und f\u00fchle mich hilflos. Angesichts der Katastrophe von Kabul habe ich die mutigste Frau kennengelernt, die mir je begegnet ist. Allerdings ist sie leider in den Wochen, die seitdem vergangen sind, wieder auf Normalgr\u00f6\u00dfe zur\u00fcck geschrumpft. Arayana, die letzte Frau, die im afghanischen Fernsehen moderiert. Aryana, die Frau die dringend einen Ausweg sucht. Wenn ich ihr nur helfen k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel ist im September 2021 auf der Seite von Amal, Berlin! erschienen: Ich m\u00f6chte Ihnen gerne Aryana vorstellen. Aryana ist die mutigste Frau, der ich je begegnet bin. Ich bin stolz auf sie. Ich kenne Sie erst seit den Tagen danach. Den Tagen, nachdem Kabul gefallen ist. Das ist noch nicht sehr lange. 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